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GRÜNKOHL UND PINKEL: Das beste Rezept

Das beste Rezept für Grünkohl und Pinkel

Die größten Anhänger des Grünkohls sind die Bremer. Die Auszeichnung Freßorden bekommt derjenige, der bei einer Grünkohl-mit-Pinkel-Orgie der Letze ist, der mit dem Essen aufhört. Solche Wettbewerbe finden vornehmlich auf dem Lande außerhalb von Bremen statt: Gasthöfe locken im Winter mit entsprechenden Angeboten. Ganze Gesellschaften versammeln sich dann um mit Grünkohl mit Pinkel gedeckten Tische. Zur besseren Verdauung trinkt man den einen oder anderen Schnaps dazu.

  • - 500 g frischer Grünkohl
  • -2 Zwiebeln
  • -3 EL Gänseschmalz (das Originalrezept sieht eigentlich Schweineschmalz vor, doch Gänseschmalz schmeckt viel subtiler, einfach köstlicher)
  • - 3 EL Haferflocken
  • - 700 g Kassler
  • - 250 durchwachsener Speck am Stück
  • - 4 Pinkelwürste
  • - Meersalz, frischgemahlener Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss und Zucker

Grünkohl gründlich waschen und putzen, in 1,5 Liter kochendes Salzwasser (ca. 1 TL Salz im Wasser) geben und 2 Minuten kochen. In einem Sieb abtropfen lassen, das Kohwasser auffangen und den Grünkohl grob hacken. Die fein gewürfelten Zwiebeln im Gänseschmalz glasig andünsten, den Grünkohl, Kassler und Speck zufügen, ebenfalls ein Viertel vom Kochwasser. Alles mit den Haferflocken bestreuen (vorsicht: nicht unterrühren!) und anschließend die Masse zum Kochen bringen, den Grünkohl mit allen anderen Zutaten etwa eine Stunde lang auf kleiner Flamme köcheln lassen.
Nun die Pinkelwürste dazugeben und weitere 30 Minuten mitmachen. Danach das Fleisch und den Speck herausnehmen und in Scheiben schneiden, warm stellen. Den Grünkohl erst dann mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss aber auch mit dem Zucker abschmecken, auf einer Platte anrichten und mit dem Fleisch und mit den Würsten servieren. Dazu schmecken Salzkartoffeln besonders gut.

Grünkohl und Pinkel

In Norddeutschland gehört Grünkohl (übrigens, in Bremen heißen sie Braunkohl) in die traditionelle Küche, das Grünkohl und Pinkel ist DAS deftige Nationalgericht zur Winterzeit. Das Grünkohl, auch Krauskohl oder Winterkohl genannt, schmeckt nach den ersten Nachtfrösten besonders schmackhaft und ist als Beilage zum würzigen Wild oder zur deftigen Wurst beliebt.

Das Brudermahl der Schaffer

Grünkohl mit Pinkel und die fette Brägenwurst spielen eine wichtige Rolle bei der traditionellen Bremer Schaffer-Mahlzeit. Der Schaffer ist die Bezeichnung für den Proviantmeister eines Schiffes. Eine besondere Tradition ist das Brudermahl der Schaffer, seit 1545 alljährlich am zweiten Freitag im Februar veranstaltetes Fest. Es findet im Bremer Rathaus statt in Erinnerung an das feierliche Abschiedsessen der Reeder und Schiffer, ehe nach der Winterruhe die Seereisen wieder begannen. Auswärtige Gäste, von denen jeder nach den Statuten nur einmal eingeladen wird, tragen Frack mit schwarzer Fliege und schwarzer Weste. Das Essen beginnt um 15:00 Uhr und dauert ganze 4 Stunden lang!

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Besondere Genuss-Momente erleben Sie im Katzen-Café mit traditionell-französischer Küche, in Schröter´s Leib & Seele mit der hauseigenen Chocolaterie. Auf eine Tasse Tee kehren Sie in die Wüstestätte ein, das Teestübchen ist eine Institution, führt über Hundert Teesorten. Das älteste Kolonialwarengeschäft in Bremen, das Holtorf Feinkost & Kolonialwaren ist unbedingt ein Besuch wert: Hier kaufen Bremer und Bremen-Besucher noch frischen Mohn aus der Mühle, oder die Bremer Süßwarenspezialität, den Bremer Pfefferminz-Babbeler ein. Falls Sie Lust auf Biergenuß verspüren, so empfehlen wir Ihnen einen Besuch bei dem Craft Beer Brauer Tobias Grebhan.

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